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Darf ich vorstellen? Kaya, Australian Silky Terrier!
Kaya wurde geboren am 12. März 1999. Im Gegensatz zu Glenny, der nun wirklich per Zufall zu mir kam, war Kaya durchaus geplant. Nachdem an Weihnachten 1998 Pünktchen gestorben war, und Glenny die erste verzweifelte Suche aufgegeben hatte, hing er derartig wie eine Klette an mir, dass mir schnell klar war: Er darf kein Einzelhund bleiben. Also die Nachfrage bei der Züchterin, wann denn wieder ein Wurf geplant wäre? Und wieder sollte es wohl so sein, denn gerade kurz vor diesem Anruf war die Mutter von Glenny wieder gedeckt worden, und zwar vom gleichen Rüden wie zuvor. Also eine Vollschwester von Glenny sollte es sein!
In diesem Wurf gab es dann nur zwei Welpen, beides Hündinnen - und damit für mich die Qual der Wahl. Eigentlich ging nach meiner traurigen Erfahrung mit Pünktchens Gesundheit meine Vorliebe eher in Richtung der größeren, kräftigeren Welpen. Aber wieder einmal kam es ganz anders. Als ich nämlich zum Aussuchen dort war, passierte es, dass eine Hündin über die kniehohe Absperrung des Welpenzimmers gesprungen kam, um sich die kleinen auch mal näher anzusehen. Da das zu diesem Zeitpunkt aber nur die Mutter von Yessi (so heißt Glennys und Kayas Mama) durfte, war Yessi ziemlich ungehalten, und die beiden Damen keiften sich kurz an. Die Welpen reagierten auf diese Situation völlig unterschiedlich. Während die größere, kräftigere Hündin sich schleunigst unter einen Schrank flüchtete und auch die nächste Zeit nicht mehr vorkam, sprang ihre kleine, zierliche Schwester nur einen Satz zur Seite, setzte sich in sicherem Abstand hin und betrachtete sich das Spektakel. Und in diesem Augenblick war mir klar: Die ist es!
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Nun, sie ist genau so, wie der Anfang es erahnen ließ. Kaya war einer der selbstständigsten Welpen, die ich je erlebt habe. Wenn die Züchterin und die anderen Hunde vom Garten nach drinnen gingen, was störte das Kaya? Sie guckte kurz hoch, drehte sich wieder um und widmete sich weiter ihren Spielen. Ich muss schon sagen, die Aufmerksamkeit und Zuneigung dieser kleinen Hexe zu erwerben, das war eine echte Aufgabe!
Aber inzwischen haben wir schon lange zueinander gefunden, auch wenn sie selbst heute noch selbst bestimmen möchte, wann geschmust wird, und sonst lieber für sich liegt. Aber bei gemeinsamen Spielen und Aktionen habe ich ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit, sie ist jederzeit konzentriert - und für die Mühe, die das gekostet hat, entschädigt sie durch ein Wesen, das ebenso wach und agil ist wie ihr zarter Körper. Mit Kaya zu arbeiten ist eine reine Freude, sie begreift unglaublich schnell und ist immer mit Feuereifer bei der Sache. Und das wirklich schöne: So quirlig sie bei der Arbeit ist, so ausgeglichen ist sie in den Pausen. Beim Agility sehe ich das immer wieder voller Staunen: Während die Bordercollies in unserer Gruppe hechelnd und starrend in den Seilen hängen, brauche ich Kaya in den Pausen nicht einmal anzubinden - sie guckt gelassen zu oder liegt auf der Seite und schläft. Allerdings reicht ein leises “Kaya!”, und der eben noch so ruhige Hund rast in vollem Gallopp auf mich zu, hüpft quietschend vor Freude neben mir her, und sitzt “singend” am Start, bis es endlich losgeht... Sie ist schon ein toller Hund, meine kleine Maus!
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